Ein Podcast von Fine Engels - SilverLoveCoaching
00:00:00: Er will Nähe, aber bietet selber keine an.
00:00:06: Es gibt Männer die wollen Nähe – wirklich!
00:00:09: Nicht nur Gesellschaft, nicht nur jemanden für den Urlaub, den Sonntag oder das Abendessen.
00:00:14: Nicht nur eine Frau, die da ist wenn das Leben stiller wird.
00:00:18: Sie wollen Verbindung, Wärme verstanden werden, gemeint sein und trotzdem kommt bei anderen oft etwas ganz anderes an vor allem beim Männern sechzig plus.
00:00:31: Nicht weil sie nichts empfinden, nicht weil die Beziehungsunfähig im groben Sinne wären, sondern weil viele von ihnen nie gelernt haben wie Nähe überhaupt hergestellt wird.
00:00:42: Das ist ein Unterschied und kein kleiner!
00:00:45: Viele dieser Männer haben jahrzehntelang funktioniert – sie haben gearbeitet, getragen, entschieden, geregelt, sie haben Familien versorgt, Häuser finanziert, Krisen durchgestanden, Verantwortung übernommen… Sie waren verlässlich.
00:00:59: oft sogar beeindruckend verlässlich, nur ist Verlässlichkeit noch keine Nähe.
00:01:05: Und genau da beginnt das Problem!
00:01:09: Denn was im Beruf zählt reicht in Beziehungen oft nicht aus.
00:01:13: Pünktlichkeit hilft Ordnung hilft Anstand hilft Treue hilft Aber all das ersetzt nicht dass ein anderer Mensch sich wirklich erreicht Fühlt.
00:01:24: Viele Männer dieser Generation stammen aus einer Zeit, in der emotionale Verständigung nicht besonders hoch bewertet wurde.
00:01:32: Ein Mann sollte tragen – nicht tasten!
00:01:34: Er sollte sich zusammennehmen, nicht dauernd erklären ….
00:01:38: er sollte nützlich sein stabil kontrolliert.
00:01:42: Das war lange kein Nachteil.
00:01:44: im Gegenteil Es wurde belohnt.
00:01:47: Nur wird aus genau diesem Modell später oft ein Beziehungsproblem Vor allem dann wenn die zweite Lebenshälfte begonnen hat und sich nicht mehr alles mit Tempo überdecken lässt.
00:01:59: Früher ging vieles unter im Betrieb, Arbeit-, Kinder-, Pflichten-Organisation, Sexualität vielleicht auch noch – gemeinsame Routinen!
00:02:09: Ein vollgestelltes Leben kann lange kaschieren, dass emotional wenig Verbindung entsteht.
00:02:15: Mit Sechzig Plus wird diese Konstruktion oft durchschaubarer.
00:02:20: Die Kinder sind weg oder innerlich fern Die Arbeit verliert ein Gewicht oder fällt ganz weg.
00:02:26: Die Tage werden weiter, Gespräche werden wichtiger Beziehungen stehen freier dar und plötzlich zeigt sich was wirklich da ist.
00:02:35: Dann merkt man einer will nähe Kann sie aber nicht herstellen.
00:02:40: Er meldet sich er plant er zahlt erfährt er hilft er bleibt korrekt Und wundert sich warum trotzdem nichts wächst Weil er Anwesenheit anbietet Aber keine wirkliche Erreichbarkeit.
00:02:53: Das klingt härter als es gemeint ist, ist aber oft zutreffen.
00:02:57: Denn viele dieser Männer haben Gefühle – sie haben Sehnsucht, Zärtlichkeit, Angst vor Verlust, den Wunsch nicht mehr alles allein tragen zu müssen!
00:03:06: Sie hoffen auf Ruhe mit einem anderen Menschen, auf eine gute schwähte Beziehung, auf Liebe ohne Theater.
00:03:14: Nur bleibt all das häufig auf der eigenen Seite stehen.
00:03:19: Es wird nicht übersetzt.
00:03:21: Er sagt nicht Ich habe dich vermisst, er fragt ob du gut angekommen bist.
00:03:26: Er sagt nicht – das hat mich verletzt!
00:03:30: Er zieht sich zurück.
00:03:32: Er sagte nicht.
00:03:33: ich weiß gerade nicht wie ich dir nah sein soll.
00:03:37: Er wird sachlich.
00:03:39: Er gesagt nicht ich möchte dir näher sein.
00:03:42: Er schlägt ein gemeinsames Wochenende vor und bleibt dort emotional genauso schwer erreichbar als zu Hause.
00:03:49: So entsteht diese merkwürdige Form von Beziehung, in der viel da ist und gleichzeitig fast nichts ankommt.
00:03:57: Nicht jede gescheiterte Beziehungen scheitert an fehlender Liebe.
00:04:01: Manche scheitern daran das ein Mann nähe will aber nur Funktionen anbieten kann.
00:04:07: Das ist unequicklich weil es den Blick verschiebt weg von seiner Absicht hin zu seiner Wirkung Weg von der Frage, was er innerlich empfindet.
00:04:17: Hin zu der Frage – was beim anderen überhaupt ankommt?
00:04:21: Und da wird es für viele Männer ungemütlich!
00:04:24: Denn gute Absichten sind kein Beziehungsangebot.
00:04:28: Viele halten Verantwortung bereits für Verbindung.
00:04:31: Sie verwechseln kümmern mit Kontakt, treue mit Intimität und Ordnung mit emotionaler Sicherheit.
00:04:38: Aber Beziehungen werden nicht nach Verwaltungslogik geführt.
00:04:42: Es gibt keinen Sonderpunkt dafür, dass einer nie fremdgegangen ist – immer korrekt bleibt und die Dinge geregelt bekommt wenn gleichzeitig kein lebendiger Kontakt entsteht.
00:04:53: Versorgung ist keine Intimität Ordnung ist kein Kontakt Anwesenheit ist keine Nähe.
00:05:01: Gerade für Männer sechzig plus ist das Heikel Nicht nur weil sie diese Muster lange eingeübt haben, sondern weil die Zeit knapper wirkt.
00:05:10: In jüngeren Jahren konnte man noch denken – das wird schon!
00:05:14: Man hat ja noch Jahrzehnte, noch Ablenkung und genug Betrieb.
00:05:18: Später wird klarer was fehlt.
00:05:21: Denn entscheidet sich ob ein Mann noch einmal wirkliche Nähe erleben kann oder ob er bei Verlässlichkeit, Routine und gelegentlicher Gesellschaft stehen bleibt.
00:05:31: Für viele beginnt das Problem nicht dort, wo sie niemanden finden.
00:05:35: Sondern Dort, wo Sie nicht mehr übersehen können, dass sie zwar Beziehungen wollen aber nie gelernt haben wie man innerlich darin
00:05:43: auftaucht.".
00:05:45: Das ist ein bitterer Satz!
00:05:47: Aber oft ein präziser.
00:05:49: Denn viele dieser Männer sind nicht kalt – sie sind auch nicht grundsätzlich lieblos.
00:05:54: Sie sind häufig nur schlecht ausgerüstet für das was Beziehung heute verlangt.
00:05:59: Nicht bloß Rolle Nicht bloß Beständigkeit, sondern Präsenz, Antwortfähigkeit, Kontakt.
00:06:07: Eine Frau erzählt etwas Persönliches, etwas das sie beschäftigt – etwas bei dem es nicht um einen Ratschlag
00:06:13: geht.".
00:06:14: Und was macht er?
00:06:16: Er gibt eine Lösung!
00:06:18: Einen vernünftigen brauchbaren Satz.
00:06:20: Das ist nicht böse gemeint.
00:06:22: auf dem Gegenteil.
00:06:23: Er will helfen.
00:06:25: Er wird die Lage verbessern, er will nützlich sein.
00:06:28: Nur hat sie nicht nach Nutzlichkeit gesucht… sondern nach Resonanz.
00:06:33: Diese Verwecklung passiert ständig, er repariert wo es sich zeigen müsste, erklärt wo er zuhören musste, er ordnet wo Offenheit nötig wäre, bleibt korrekt wo eigentlich Wärme gefragt wären und weil das alles nicht bürstwillig geschieht merkt er oft gar nicht wie unerquicklich es auf der anderen Seite ankommt.
00:06:56: Viele Männer dieser Generation erleben emotionale Offenheit als Kontrollverlust, nicht weil sie groß herrschsüchtig wären sondern weil sie in diesem Feld kaum Übung haben.
00:07:08: Wer sein Leben lang dort darauf gesetzt hat Kompetenz zu wirken erlebt Unsicherheit schnell als Kränkung.
00:07:15: und Dann sagt man lieber noch etwas Vernünftiges, noch einen Witz.
00:07:21: Noch schnell etwas Organisatorisches, noch schnell aus Handy schauen – alles besser als schlicht zu sagen!
00:07:27: Ich weiß gar nicht wie das geht.
00:07:30: Aber ich will nicht ausweichen.
00:07:32: Genau diese kleinen Sätze fehlen oft und genau diese kleinen Satze würden Beziehung möglich
00:07:39: machen.".
00:07:40: Nicht die große Gefühlsrede, nicht stundenlange Selbstanalyse.
00:07:43: Nicht ein therapeutischer Innenwetterbericht Sondern eine Ein paar schlichte ehrliche Brücken.
00:07:51: Das trifft mich.
00:07:52: Ich merke dass ich sofort dicht mache.
00:07:54: Ich kann das nicht gut Aber ich will dir nicht ausweichen!
00:07:58: Ich habe dich vermisst.
00:08:00: Mehr braucht es oft gar nicht für einen Anfang.
00:08:03: Vielleicht ist genau das Die eigentliche Zuutung dieser Folge Dass manche Männer sechzig plus nicht an mangelndem Gefühl scheitern, sondern daran dass sie Gefühle nur innerlich haben.
00:08:15: Aber nicht ausdrücken!
00:08:17: Sie empfinden etwas aber sie bauen daraus keine Brücke und ohne Brücke bleibt alles auf der eigenen Seite stehen.
00:08:25: Das Gegenüber erlebt ein Kälte Distanz oder Unzugänglichkeit Und irgendwann hört es auf zwischen den Zeilen zu lesen Oder es zu versuchen.
00:08:35: Zurecht Denn niemand kann dauerhaft die emotionale Übersetzungsarbeit für zwei Erwachsene übernehmen.
00:08:43: Berné will muss irgendwann mehr anbieten als Verlässlichkeit, Rahmen und Ute absichten – er muss selbst auftauchen!
00:08:52: Nicht perfekt, nicht geschniegelt gefühlvoll, nicht geschniegelt modern… Aber doch so dass ein anderer Mensch merkt?
00:09:00: Hier ist nicht nur einer anwesend, hier ist wirklich jemand
00:09:03: da!".
00:09:05: Und für Männer in der zweiten Lebenshälfte ist genau das keine Nebensache.
00:09:10: Es entscheidet darüber, ob späte Liebe wirklich näher wird und nur eine ordentlich organisierte Form von Gemeinsamkeit.
00:09:20: Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht nur will ich nähe sondern was genau biete ich an wenn ich Nähe will?
00:09:30: Biete ich nur Ordnung, Verlässlichkeit, gute Manieren und gelegentliche Zärtlichkeit?
00:09:35: Oder auch
00:09:36: mich?".
00:09:38: Das ist die unbequemere Frage aber vermutlich die Nutzlichere.
00:09:42: Denn manche Beziehungen scheitern nicht an fehlender Liebe sondern an fehlnder Form.
00:09:47: Und vielleicht wäre schon viel gewonnen wenn ein Mann sechzig bloß irgendwann nicht mehr nur sagt Ich wünsche mir eine Beziehung Sondern sich fragt Bin ich für nähe überhaupt erreichbar?
00:10:01: Das wäre kein Scheitern, das wäre möglicherweise der Anfang.
00:10:07: Vielleicht war genau das heute der unangenehme Punkt – dass Sehnsucht allein noch keine Verbindung schafft!
00:10:14: Wenn Ihnen diese Folge etwas gezeigt hat, abonnieren Sie den Podcast und wenn sie meinen, dass hier etwas ausgesprochen wurde, das sonst gern mit Anstand, Routine und Vernunft zugedeckt wird dann helfen Sterne Bewertungen und Weiterempfehlungen erstaunlich zuverlässig Ihre fine Engels.