Silver Love Coaching -  Was vom Manne übrig bleibt

Silver Love Coaching - Was vom Manne übrig bleibt

Ein Podcast von Fine Engels - SilverLoveCoaching

Transkript

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00:00:00: Du musst nicht immer Recht haben, aber du tust so.

00:00:05: Es gibt Männer mit denen man nach zehn Minuten weiß wie der Abend endet.

00:00:09: Nicht weil sie langweilig wären, nicht weil sie nichts erlebt hätten sondern weil sehr früh klar ist hier geht es nicht um Austausch.

00:00:16: Hier will einer recht behalten.

00:00:18: Er sagt das nicht Aber er tut es Bei jedem Thema.

00:00:22: ein Hauch von Überlegenheit bei jedem Einwand ein kurzes Lächeln bei jeder anderen Sichtweise dieser Unterton der sagt nett Aber ich bin da längst weiter.

00:00:33: Das Problem ist nicht die Meinung, das Problem beginnt da wo ein Gespräch nicht mehr offen ist sondern besetzt.

00:00:40: Wo nicht mir zugehört wird sondern einsortiert, wo der andere nicht mehr als gegenüber vorkommt sondern nur noch als Vorlage für die eigene Korrektheit.

00:00:50: Ich denke einen Abend beim Italiener vier Menschen am Tisch zwei alte Freunde eine Frau Ein Mann den alle lange kennen.

00:00:59: Es geht erst um etwas harmloses Arbeit, die Kinder, Gesundheit – das übliche.

00:01:05: Einer erzählt, dass seine Tochter überlegt den Job zu wechseln.

00:01:09: Kaum ist der Satz zu Ende, sagt er andere schon Das ist doch typisch!

00:01:13: Diese Generation hält ja nichts mehr aus.

00:01:16: Dann kommt der Rest.

00:01:18: Warum junge Leute keine Loyalität mehr kennen?

00:01:20: Warum früher nicht alles besser war Aber wenigstens klarer warum Unternehmen heute falsch geführt werden, warum die Welt im Grunde aus dem Tritt geraten ist.

00:01:30: Als der Kellner kommt, ist das Thema erledigt.

00:01:32: Nicht geklärt – nur tot!

00:01:34: Die anderen nicken noch aber niemand legt nach.

00:01:37: Spägter sagt einer draußen beim Hinausgehen leise?

00:01:41: Mit ihm kann man eigentlich gar nicht mehr reden….

00:01:44: Man kann ihn nur noch zuhören.

00:01:47: Genau das ist gemeint.

00:01:49: Nicht der große Eklat, nicht der peinliche Ausbruch sondern diese Art ein Gespräch so zu besetzen dass nichts mehr atmen kann.

00:01:58: Der Betreffende merkt das oft nicht.

00:02:00: Er erlebt sich als klar, als erfahren und direkt, als jemand der eben nicht jeden Unsinn mitmacht.

00:02:07: Kann sein!

00:02:09: Es kann aber auch sein, dass er einfach anstrengend geworden ist – denn Rechthaberei tanzt sich gern als Souveränität.

00:02:16: Ein Mann hat viel erlebt, er kennt Zusammenhänge, er hat Krisen überstanden Menschen geführt, Fehler gemacht, Rechnungen gezahlt, sich mit Chefs, Ärzten, Partnerinnen, Kindern und dem eigenen Leben herumgeschlagen.

00:02:28: Natürlich kommt da etwas

00:02:29: zusammen.".

00:02:30: Erfahrung, Urteil – ein gewisser Blick auf die Dinge.

00:02:34: Nur macht Erfahrung einen Menschen nicht automatisch angenehm.

00:02:38: Manchmal macht sie ihn vor allem fest.

00:02:42: Hart!

00:02:43: Dann sitzt da einer der auf alles eine Antwort hat aber auf kaum noch etwas neugierig reagiert.

00:02:51: Das ist keine Stärke.

00:02:52: Das ist oft nur Erstarung mit guter Begründung!

00:02:55: Man erkennt solche Männer nicht immer daran, dass sie laut sind.

00:02:59: Manche sind ganz ruhig – sehr kontrolliert sogar.

00:03:01: Genau das macht es schwierig….

00:03:04: Da wird nicht gepoltert und da wird mit feinem Besteck

00:03:06: abgewertet.".

00:03:08: Ein kurzer Satz genügt.

00:03:10: Ach was?

00:03:11: So einfach ist das nicht.

00:03:12: Das is doch naiv.

00:03:14: Da kennen Sie die Zusammenhänge nicht... Ich sehe das naturgemäß etwas differenzierter und schon ist das Gespräch kein Gespräch mehr.

00:03:22: Es wird zur kleinen Machtdemonstration, nicht offen, nicht grob aber eindeutig.

00:03:27: Das Gegenüber macht dann oft etwas sehr Kluges.

00:03:30: es zieht sich innerlich zurück Nicht aus Schwäche, aus Ökonomie Weil es ahnt dass hier nichts zu holen ist.

00:03:39: Kein echtes Interesse, kein gemeinsames Denken nur die nächste polierte Richtigstellung.

00:03:45: Vielleicht ist das einer der Gründe, warum manche Männer im Laufe der Jahre weniger näher erleben als sie gerne hätten.

00:03:52: Nicht weil die Welt zu oberflächlich geworden wäre nicht weil niemand mehr Widerspruch aushält sondern weil dauerndes Recht behalten jedes Gespräch kleiner macht.

00:04:01: Niemand erzählt gern frei wenn er gleich einsortiert wird.

00:04:05: Niemand denkt laut wenn am Ende schon einer weiß wie es richtig wäre.

00:04:10: Nieman bleibt offen wenn er spürt dass sein Gegenüber nicht verstehen will sondern gewinnen.

00:04:15: Und genau hier wird es interessant, denn im Beruf funktioniert so etwas erstaunlich gut.

00:04:22: Wer schnell entscheidet wirkt stark, wer Antworten hat wirkt souverän, wer Unsicherheit überspielt gilt als belastbar, wer Einwände zügig abräumt erscheint führungsfähig.

00:04:34: Jahrelang kann das nützig sein – nur ist es in privaten kein Vorteil!

00:04:39: Eine Partnerin ist keine Abteilung.

00:04:42: Freunde sind kein Gremium, erwachsene Kinder sind keine Mitarbeitenden und ein Abendessen wird nicht besser nur weil einer den Raum inhaltlich beherrscht.

00:04:52: Trotzdem nehmen manche genau diesen Ton mit hinüber.

00:04:55: Der Job ist vorbei – die Rolle nicht!

00:04:58: Man hat keinen Titel mehr aber noch dieselbe innere Position.

00:05:03: Man hört nicht wirklich zu wie man taxiert Man antwortet nicht, man bewertet.

00:05:08: Man fragt etwas und ist innerlich schon bei der eigenen

00:05:11: Sicht.".

00:05:12: Dann entsteht eine Schieflage.

00:05:16: Der Betreffende hält sich für klar – das Umfeld empfindet ihn als anstrengend!

00:05:21: Nur sagt es kaum jemand offen….

00:05:24: Die meisten machen etwas viel Praktischeres.

00:05:26: Sie werden kürzer, sie lassen Themen weg und melden sich seltener.

00:05:29: Sie erzählen weniger nicht aus Boßheit einfach weil sie keine Lust haben sich mit jedem Satz erst die Überlegenheit des anderen erarbeiten zu müssen.

00:05:42: Das Bittere ist wer so spricht merkt es oft selbst zuletzt.

00:05:46: Er erlebt nicht seine Wirkung sondern nur seinen inneren Auftrag.

00:05:50: Er findet sich ehrlich, obwohl er vor allem streng geworden ist.

00:05:54: Er nennt es Klartext wenn er anderen die Luft aus dem Gespräch zieht.

00:05:58: Er hält sich für aufrichtig, obwohl längst jeder spürt dass es hier nicht mehr um Begegnung geht sondern um Deutungshoheit.

00:06:07: Natürlich gibt es dafür bequeme Erklärungen Die Anderen seien heute zu empfindlich Man dürfe nichts mehr sagen.

00:06:14: Niemand halte Widerspruch aus.

00:06:16: Alle wollten nur noch Bestätigung.

00:06:18: So kann man sich das erzählen.

00:06:21: Hilfreich ist es eher nicht!

00:06:24: Die interessantere Frage wäre, wie ist es eigentlich mit mir zu sprechen?

00:06:30: Nicht habe ich Recht, nicht bin ich intelligent, nicht habe ich Erfahrung sondern entsteht in meiner Gegenwart etwas dass ein anderer gern wieder haben möchte.

00:06:41: Das ist sein harter Maßstab aber wahrscheinlich der einzig brauchbare Denn Menschen bleiben nicht wegen der brillantesten Einordnung.

00:06:48: Sie bleiben dort, wo noch Luft im Raum ist – wo man denken darf, ohne sofort korrigiert zu werden!

00:06:55: Wo Widerspruch möglich ist, ohne dass die Stimmung kippt, wo man nach einem Satz nicht so fort das Gefühl hat geprüft, belehrt oder abgewertet zu werden?

00:07:06: Vielleicht ist genau das eine der stillen Prüfungen des Älterwerdens.

00:07:10: Nicht ob man noch mithalten kann… nicht ob man noch relevant ist, sondern ob man es schafft mit all seiner Erfahrung nicht schwer zu werden.

00:07:19: Das ist schwerer als es klingt!

00:07:22: Denn wer lange über Kompetenz, Überblick und Urteil gelebt hat gibt diese innere Polepositionen nicht gern ab – nicht immer aus Eitelkeit, manchmal aus Unsicherheit.

00:07:34: Wenn ich nicht mehr der bin, der is besser weiß, wer bin ich dann doch?

00:07:39: Wenn meine Sicht nicht bei der Maß das Maß der Dinge iß was bleibt an von mir?

00:07:44: Vielleicht reagieren manche genau deshalb so gereizt auf Widerspruch.

00:07:48: Nicht weil der andere zwingend Unrecht hatte, sondern weil sofort mehr ins Wankengerät als nur ein Argument.

00:07:56: Trotzdem bleibt er befunden ziemlich simpel!

00:07:59: Mit manchen Menschen spricht man nicht frei – man bewegt sich nur noch in ihrem Meinungskorridor.

00:08:05: Der eine wird mit den Jahren klarer, freundlicher und gelassener, nicht weich aber durchlässig….

00:08:10: Man merkt «der muss nichts mehr vorführen», das ist angenehm.

00:08:15: Der andere wird härter, nicht unbedingt lauter aber schwerer, reizbarer.

00:08:20: Belehrender!

00:08:21: Man spürt schon nach wenigen Minuten das jede Abweichung Aufwand erzeugt und irgendwann sparen sich andere genau diesen Aufwand.

00:08:31: Vielleicht beginnt Reife an einem anderen Punkt als viele Denken – nicht dort wo man auf alles eine Antwort hat sondern dort wo sie nicht dauernd platzieren muss.

00:08:42: Nicht gefälliger werden, nicht beliebiger werden aber weniger damit beschäftigt sein, sich in jedem Gespräch zu behaupten.

00:08:50: Denn ein Mann der nicht mehr jeden Satz gewinnen will wird oft zum ersten Mal wirklich

00:08:55: angenehm.".

00:08:58: Weil neben ihm wieder etwas entstehen kann!

00:09:01: Ein echter Gedanke, einen Widerspruch ohne Kränkung eine Überraschung?

00:09:06: Ein Gespräch nach dem nicht seine Meinung im Raum hängt sondern die schlichte Erkenntnis gut dass er da war das wäre ja schon einiges.

00:09:17: Wenn dich das beschäftigt, dann folge meinen Podcast und lass eine Bewertung da.

00:09:23: Nicht aus Gefälligkeit sondern damit solche Gespräche auch dort ankommen wo man sie dringend braucht und selten freiwillig anfängt!

00:09:31: Ich bin Fina Engels bis nächste Woche Sonntag um acht Uhr dreißig.