Silver Love Coaching -  Was vom Manne übrig bleibt

Silver Love Coaching - Was vom Manne übrig bleibt

Ein Podcast von Fine Engels - SilverLoveCoaching

Transkript

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00:00:00: Ich überweise, also bin ich.

00:00:04: Wenn Geld zur letzten Form von Bedeutung wird – du überweist wieder einmal!

00:00:10: Nicht weil dich jemand dazu zwingt nicht offen jedenfalls.

00:00:13: Niemand steht neben deinem Laptop und sagt los beweise jetzt dass du noch nützig bist.

00:00:19: Du machst es freiwillig so sieht es zumindest aus.

00:00:23: Du öffnest das Online-Banking, du trägst den Betrag ein, du brüst die I-Bahn, du bestätigst die Zahlung.

00:00:29: Ein paar Sekunden später ist alles erledigt.

00:00:33: Nur in dir nicht!

00:00:35: Da bleibt etwas zurück, ein kleiner Druck, ein kurzer Ärger eine Müdigkeit die du den nicht erklären willst Denn eigentlich ist ja alles in Ordnung.

00:00:45: Du kannst helfen, du hast immer geholfen.

00:00:47: Du bist kein kleinlicher Mann und machst wegen Geld keinen Theater.

00:00:51: Du gehörst nicht zu denen die bei jeder Rechnung anfangen Grundsatzreden zu halten.

00:00:57: Also sagst du dir Ist doch gut!

00:01:00: Dafür habe ich gearbeitet und genau da beginnt das Problem.

00:01:04: Nicht beim Geld, sondern bei diesem Satz.

00:01:08: dafür habe ich gearbeitet.

00:01:11: Vielleicht hast du irgendwann nicht mehr nur für Sicherheit gearbeitet – nicht für das Haus, Familie-, Kinder-, Rücklagen-, Urlaub-, Auto- und das beruhigende Gefühl, dass nichts sofort zusammenbricht?

00:01:23: Vielleicht hast Du auch für Bedeutung gearbeitet Für das Gefühl, ich wäre eine gebraucht.

00:01:28: Und jetzt mit Sechzig Plus bleibt von dieser alten Rolle manchmal nur noch ein Rest übrig!

00:01:34: Du bist nicht mehr der Mann, der morgens aus dem Haus geht und draußen eine Welt bewegt – nicht mehr den Mann dessen Kalendier wichtiger war als seine Müdigkeit….

00:01:43: …nicht mehr der Man, der automatisch gefragt wurde bevor etwas entschieden wurde….

00:01:48: Nicht mehr der man, der im Beruf den Ton

00:01:50: angab.".

00:01:51: Budgets verantwortete Personalführte und zur Not auch noch wusste, wo im Keller die Ersatzsicherungen lagen.

00:01:58: Aber du bist noch der Mann, der überweist!

00:02:02: Und das ist gefährlich – weil es sich zunächst nach Einfluss anfühlt.

00:02:07: Dabei kann es längst Abhängigkeit sein.

00:02:11: Bekommen bei Silver Love Coaching was von Manne übrig bleibt.

00:02:14: Heute geht es um einen Satz, der komisch klingt und ziemlich genau trifft, was niemand gerne zugibt.

00:02:22: Also bin ich.

00:02:23: Das klingt nach Dekart mit Online-Banking, nach Philosophie im Tarnverfahren, nach einem Mann der seine Bedeutung nicht mehr behauptet sondern ausführt.

00:02:32: Er redet nicht lange – er erklärt sich nicht!

00:02:35: Er macht keinen großen Auftritt – er überweist und damit ist erst einmal alles geregelt zumindest äußerlich.

00:02:43: Innerlich beginnt die eigentliche Buchhaltung.

00:02:46: Ein Mann rutscht selten mit einem großen Knall in diese Rolle.

00:02:50: Er wacht nicht eines Morgens auf und sagt, ab heute bin ich die Zahlstelle!

00:02:55: Es beginnt würdiger – mit Verantwortung.

00:02:57: Er verdient Geld, er sorgt, er hält etwas zusammen.

00:03:01: Er bezahlt weil er bezahlen kann und weil das lange Zeit auch seinen Platz

00:03:06: war.".

00:03:07: Der Mann der Zeit ist nicht irgendwer.

00:03:09: Er ist der Verlässliche, der Solide, der auf den man bauen kann, der nicht lange redet sondern macht!

00:03:17: Der, der im Zweifel sagt ich kümmere

00:03:19: mich.".

00:03:20: Das klingt gut und es ist oft auch gut.

00:03:23: Ohne solche Männer werden viele Familienhäuser Ausbildungen Übergänge und Krisen ziemlich wackelig verlaufen.

00:03:30: Wer jetzt zehntelang Verantwortung getragen hat, hat nicht nur Geld verdient.

00:03:34: Er hat Lasten übernommen die andere oft gar nicht gesehen haben.

00:03:39: Nur bleibt eine Rolle selten dort stehen wo sie einmal sinnvoll war.

00:03:43: Was früher Stärke war kann später zur Falle werden.

00:03:47: Erst zahlt er weil er entscheidet dann zahlt ihr weil er zuständig ist Dann zahlt der weil er es erwartet wird und dann zalt er weil es unangenehm wäre nein zu sagen.

00:03:59: Und irgendwann zahlt er, weil er nicht genau weiß wer er wäre wenn er es nicht täte.

00:04:06: Das ist der Moment in dem Geld nicht mehr Mittel ist.

00:04:09: Es wird Identitätsnachweis.

00:04:12: Ich überweise also bin ich.

00:04:14: Ich helfe also komme ich noch vor.

00:04:17: Ich gebe also habe ich noch Gewicht.

00:04:19: Ich zahle Also kann mich niemand ganz aus den Bild schieben.

00:04:24: das ist kein schöner Gedanke aber ein ehrlicher.

00:04:27: Nehmen wir einen Mann, nennen wir ihn Reiner.

00:04:30: Reiner ist siebenundsechzig – früher leitende Positionen nicht ganz oben aber hoch genug um wichtig zu sein!

00:04:36: Er hatte einen Parkplatz mit Namen, eine Assistentin regelmäßige Termine Menschen die auf seine Entscheidung warteten.

00:04:44: Sein Telefon klingelte, sein Postwach war voll, seine Meinung wurde gebraucht.

00:04:49: Nicht immer geliebt, aber gebrauchten.

00:04:52: Dann kam der Ruhestand.

00:04:54: Er hatte sich darauf vorbereitet.

00:04:56: natürlich Männer wie Rainer bereiten sich vor.

00:05:00: Er hatte Versicherungen geprüft, die Terrasse neu gemachten lassen den Keller sortiert drei Ordner beschriftet und sich vorgenommen mehr zu lesen.

00:05:09: Nach sechs Monaten war der Keller perfekt und Rainer gereizt.

00:05:15: Keiner fragte mir nach seiner Einschätzung.

00:05:18: niemand brauchte seine schnelle Entscheidung.

00:05:20: Die Welt lief weiter unverschämt gut sogar.

00:05:24: Nur wenn Geld gebraucht wurde, war er plötzlich wieder gefragt.

00:05:28: Ein Zuschuss hier, eine Reparatur dort, eine größere Anschaffung – ein Darlehen das angeblich keines sein sollte!

00:05:36: Eine Unterstützung die natürlich zurückgezahlt würde.

00:05:39: irgendwann… also vermutlich nie.

00:05:42: Rainer sagte ja meistens.

00:05:45: Er konnte sich das leisten und er mochte das Gefühl Gebrauch zu werden.

00:05:50: Nur hielt dieses Gefühl immer kürzer

00:05:52: an.".

00:05:53: Früher hatte ihn eine gelöste Aufgabe durch den Tag getragen.

00:05:57: Heute hält die innere Aufwertung manchmal nur bis zum nächsten Morgen, dann kommt wieder diese Lehre!

00:06:04: Also hilft er erneut – nicht dumm, nicht blind im einfachen Sinne, eher eingeübt.

00:06:11: Ein Mann der über Jahrzehnte gelernt hat, dass seine Bedeutung an Leistungen, Lösung und Zahlungsfähigkeit hängt, erkennt nicht sofort wann aus Hilfe Selbstberuhigung wird.

00:06:22: Er nennt es Großzügigkeit.

00:06:24: Manchmal ist das ja auch, aber nicht immer.

00:06:28: Manchmal ist es nur die elegante Form der eigenen Bedeutungslosigkeit davon zu laufen.

00:06:34: Das Ego eines Mannes ist an dieser Stelle oft trafinierter als sein Verstand.

00:06:39: Der Verstand könnte sagen Moment!

00:06:42: Ich fühle mich nach diesen Zahlungen regelmäßig schlecht.

00:06:45: ich sollte mir ansehen was hier passiert.

00:06:53: Der Verstand könnte sagen, ich erwarte Dank, obwohl ich so tue als sei es mir egal.

00:06:59: Das Ego sagt man dir wird ja wohl noch helfen dürfen!

00:07:04: Der Verstand könnte sagen Ich habe Angst ohne meine finanzielle Nutzlichkeit weniger wichtig zu sein.

00:07:10: Das ego sagt – ich mach das doch für die Familie und so bleibt alles beim Alten.

00:07:17: Er zahlt er ärgert sich, er sagt nichts.

00:07:20: nach außen wirkt der Souverän Innerlich prüft er die Reaktion.

00:07:24: Kam ein Danke, kam es schnell genug?

00:07:27: War es warm genug?

00:07:28: Wurde gefragt ob ihm das selbst etwas ausmacht.

00:07:31: hat überhaupt jemand begriffen dass auch dieser Mann nicht nur aus Konto Disziplin und alter Verlässlichkeit besteht?

00:07:38: Er würde das nie so sagen.

00:07:40: natürlich nicht!

00:07:42: Er ist ja kein beleidigter kleiner Junge.

00:07:44: Er isst ein erwachsener Mann.

00:07:46: also sagt er alles gut.

00:07:49: Und genau dieser Satz ist die oft ist oft die teuerste Lüge, denn alles gut bedeutet in solchen Momenten selten.

00:07:57: Alles ist gut!

00:07:59: Es bedeutet eher ich will das jetzt nicht aufmachen?

00:08:03: Ich will mich nicht erklären.

00:08:05: Ich will nicht klein wirken, ich will nicht bedürftig erscheinen.

00:08:09: Ich wil nichts sagen müssen dass sich gern mehr wäre als der Mann der einspringt.

00:08:14: also bleibt er großzügig und wird innerlich härter.

00:08:18: Das ist die stille Verschiebung.

00:08:21: Erst ist er gern großzügig, dann ist der Pflichtbewusst großzüglich.

00:08:25: Dann ist er genervt großzögig und beleidigt großzägig.

00:08:29: Und irgendwann ist er nur noch großzüdig genug um sich selbst für anständig zu halten aber längst nicht mehr frei genug um gut dabei zu fühlen.

00:08:38: Sein Kontorauszug ist sauber seine innere Buchhaltung nicht dort stehen.

00:08:43: andere Posten hat sich wieder nicht gemeldet hat nur angerufen als etwas gebraucht wurde hat sich bedankt, aber knapp.

00:08:52: Hat nicht gefragt wie es mir geht?

00:08:54: Hat selbstverständlich angenommen?

00:08:57: Hat vermutlich keine Ahnung was ich alles getan habe.

00:09:00: und jetzt kommt der unangenehme Teil.

00:09:03: Vielleicht stimmt ein Teil davon sogar!

00:09:06: Vielleicht wird er tatsächlich zu selbstverständlichen eingeplant.

00:09:10: vielleicht hat sich in seinem Umfeld ein bequemes System gebildet.

00:09:14: Wenn etwas fehlt fragt man ihn Wenn etwas entschieden wird, eher nicht.

00:09:19: Wenn Geld gebraucht wird ist er relevant.

00:09:22: Wenn es um sein Leben geht, wird es stiller.

00:09:25: Aber selbst wenn das stimmt bleibt die entscheidende Frage Warum spielt er weiter mit?

00:09:32: Nicht als Schuldfrage als Freiheitsfrage!

00:09:35: Warum sagt der Ja, wenn innerlich längst Nein da steht?

00:09:39: Warum lernt er es liebe, wenn es sich nach Pflicht anfühlt.

00:09:43: Warum tut er so, als sei er unabhängig während er auf Anerkennung wartet?

00:09:48: Warum verteidigt er ein System das ihn krängt?

00:09:52: Weil es sein Ego schützt.

00:09:55: Das klingt paradox – schließlich wird das Ego doch gekrängt!

00:09:59: Ja, aber es wird gleichzeitig stabilisiert.

00:10:03: Solange er zahlt bleibt er jemand der Helfer, der Großzüge, der Starke, der mit Reserven, der immer noch kann.

00:10:12: Das ist angenehmer als die nackte Frage, wer bin ich wenn nicht mehr gebraucht werde.

00:10:18: Diese Frage ist für Männer nach sechzig oft unangenehme als jede Kontobewegung.

00:10:24: Denn der Beruf hat sich erledigt!

00:10:26: Die Kinder sind erwachsen – die Ehe ist vielleicht vorbei oder müde geworden?

00:10:30: Die neue Beziehung fordert andere Formen von Nähe und der Körper meldet sich öfter, die alten Hierarchien tragen nicht mehr.

00:10:38: Da ist Geld praktisch.

00:10:40: Geld schafft einen Moment von Bedeutung.

00:10:44: Man muss nicht erklären, was man vermisst!

00:10:46: Man muss nichts sagen, dass man sich überflüssig fühlt.

00:10:50: Man mußt nicht um Nähe bitten.

00:10:52: Man fußt sich NICHT mit der Frage beschäftigen, ob man als Mensch interessant genug ist.

00:10:57: Man überweist – sauber schnell messbar.

00:11:01: Nähe ist schwieriger.

00:11:03: Näher hat keine I-Bahn.

00:11:05: Nähere lässt sich nicht mit einem Verwendungszweck versehen Für Anerkennung und gelegentliche Wärme passt ohnehin schlecht ins Formular.

00:11:14: Also bleibt es beim Betrag!

00:11:16: Ein anderer Mann, nennen wir ihn Bernd hat das sogar perfektioniert – Bernd ist kein Prahler aber er erwähnt seine Großzügigkeit gern beiläufig.

00:11:26: Ich habe meiner Tochter damals die Wohnung mitfinanziert.

00:11:30: Den Wagen vom Sohn habe ich bezahlt.

00:11:33: Die Enkel bekommen von mir jedes Jahr etwas Ordentliches.

00:11:36: Wenn ich nicht wäre, sähe manches anders aus.

00:11:40: Das klingt zunächst nach Stolz aber unter dem Stolt sitzt oft eine zweite Botschaft.

00:11:46: Seht ihr eigentlich was Ich wert bin?

00:11:49: Bernd sagt es nicht so.

00:11:51: er verpackt es in Zahlen.

00:11:53: das Problem.

00:11:54: Zahlen beeindrucken nur kurz dann werden sie Normalität.

00:11:58: Was gestern außergewöhnlich war ist morgen Standard.

00:12:02: Der erste Zuschuss löst Dank aus, der Dritte wird freundlich registriert.

00:12:06: Der Fünfte ist Teil des Systems und genau dort kippt das Ganze.

00:12:11: Wer Bedeutung über Geld herstellt muss den Einsatz irgendwann erhöhen oder er wird übersehen.

00:12:18: Das ist keine Familienweisheit – das ist fast schon Marktlogik!

00:12:23: Wer sich über Nutzlichkeit definiert, wird an Nützlichkeit gemessen.

00:12:27: Wer immer einspringt, wird irgendwann eingeplant.

00:12:30: Wer nie sagt was er braucht darf sich nicht wundern wenn andere glauben?

00:12:35: Er brauche nichts!

00:12:36: Das ist hart aber nützlich denn es macht aus der Kränkung wieder eine Entscheidung.

00:12:42: Der Mann ist nicht nur Opfer fremder Erwartung – er isst auch Mitspieler in einem System das er oft selbst stabilisiert.

00:12:50: Nicht das Dummheit aus alter Prägung.

00:12:53: Er hat gelernt, ein Mann ist etwas wert wenn er leistet.

00:12:57: Er hat gelernt Gefühle sind privat Rechnungen sind konkret!

00:13:01: Er hat gelernt wer zahlt, hat zumindest eine Form von Einfluss.

00:13:05: Er had gelernd wer braucht is schwach Wer gibt i stark.

00:13:10: Und jetzt kommt das Alter und stellen diese Ordnung auf den Kopf.

00:13:15: Plötzlich merkt er Ich kann noch geben Aber ich werde dadurch nicht automatisch gesehen.

00:13:21: Und genau das trifft nicht den Geldbeutel, es trifft das

00:13:25: Selbstbild.".

00:13:26: Der Mann der immer stolz darauf war unabhängig zu sein entdeckt seine Abhängigkeit vom Dank.

00:13:32: Der Mann sich für souverän hält wartet auf eine Nachricht!

00:13:36: Der Mann, der sagt ist doch nur Geld merkt sich in dem Tonfall beim Danke.

00:13:42: Der Mann, der nie bedürftig sein wollte wird abhängig davon gebraucht zu werden.

00:13:48: Das ist der eigentliche Konflikt.

00:13:50: Nicht soll ich zahlen oder nicht, sondern warum brauche ich diese Rolle so sehr?

00:13:57: Und was passiert mit mir wenn ich sie ablege?

00:14:01: Denn die Alternative ist nicht Geiz!

00:14:04: Sie ist auch nicht der späte Aufstand eines gekränkten Mannes, der plötzlich alle Zahlungen stoppt und sich dabei für ein Revolutionär hält – das wäre nur die nächste Form von Unfreiheit.

00:14:15: Erst war er abhängig vom Geben Dann wäre er abhängig vom Verweigern.

00:14:20: Beides kreist um dieselbe Frage Seht ihr mich endlich?

00:14:25: Die Alternative heißt nicht weniger Geld, die Alternative heisst mehr Bewusstsein Vor jeder Zahlung eine ehrliche Prüfung Nicht als Exeltabelle eher als innerer Stopp?

00:14:39: Gebe ich das wirklich gern?

00:14:42: Kann ich das geben ohne danach eine Gegenleistung zu erwarten?

00:14:46: Will ich helfen oder will gebraucht werden?

00:14:49: Gebe ich aus Freiheit oder aus Angst, sonst weniger vorzukommen.

00:14:53: Ist das Großzügigkeit oder ein stilles Geschäft?

00:14:57: Was will ich eigentlich wirklich?

00:15:00: Dank, Kontakt, ein Gespräch, Respekt!

00:15:03: Ein Zeichen dass ich nicht nur funktioniere eine Bestätigung da sich noch wichtig bin.

00:15:09: Wenn die Antwort unangenehm ist wird es interessant Denn dann beginnt der Mann sein Leben wieder selbst zu gestalten Nicht durch Härte Durch Klarheit.

00:15:19: Er kann sagen, ich helfe dir diesmal gern aber ich möchte nicht dass das selbstverständlich wird oder Ich kann das übernehmen aber ich merke da sich darüber auch sprechen Möchte Oder Ich muss darüber nachdenken.

00:15:36: Auch ein guter Satz sehr unterschätzt viele Männer beantworten Geldfragen zu schnell fast reflexhaft als müsste die alte Rolle Beweisen Dass sie noch funktioniert.

00:15:48: Eine Anfrage kommt.

00:15:50: Er reagiert, zack!

00:15:51: Als hätte jemand auf den alten Knopf gedrückt.

00:15:54: Versorgung starten.

00:15:56: Aber ein Mann ist kein Automat.

00:15:58: er darf prüfen er darf fragen worum geht es genau?

00:16:03: Er darf sagen welche Lösung hast du selbst schon überlegt?

00:16:07: er darf sagen ich bin bereit zu helfen aber nicht automatisch.

00:16:11: Er darf auch sagen nein diesmal nicht Ein ganzer Satz Nicht als Strafe, nicht als Erziehungsmaßnahme – nicht als Drama.

00:16:22: Sondern als Rückkehr in die eigene Zuständigkeit!

00:16:26: Ein freies Jahr macht ruhig.

00:16:28: Ein unfreiwilliges Jahr macht später Spitz.

00:16:31: Man hört es dann in kleinen Bemerkungen.

00:16:34: Naja... Ich zahl ja sowieso immer.

00:16:37: Ist ja schön wenn der Alte noch nützlich ist.

00:16:40: Solange was überwiesen wird melden sich alle.

00:16:44: Solche Sätze sind kleine Giftpfeile.

00:16:46: Sie treffen selten gut, aber sie verraten viel.

00:16:49: Sie zeigen?

00:16:51: Da hat jemand zu lange ja gesagt ohne sich selbst ernst zu nehmen!

00:16:55: Der feinere Weg wäre früher – nicht warten bis aus Großzügigkeit Gröll wird, nicht warten, bis jede Anfrage wie ein Angriff klingt, nicht warten, bis man beim Öffnen des Online-Bankings schon schlechte Laune bekommt sondern vorher anhalten.

00:17:12: Was geschieht hier

00:17:13: gerade?!

00:17:14: Nicht außen, innen!

00:17:15: Welche Rolle wird gerade aktiviert?

00:17:17: Der Versorger.

00:17:18: Der Retter.

00:17:19: Der Schuldige.

00:17:20: Der geschiedene Mann der beweisen will das er anständig geblieben ist.

00:17:24: Der ehemalige Entscheider, der irgendwo noch ein Feld sucht auf dem Erwirkung hat.

00:17:30: Der einsame Mann, der lieber zahlt als bittet.

00:17:33: Das ist nicht angenehm aber es ist präzise und Präzision hilft mehr als Selbstmitleid Denn selbst Mitleid macht klein Präcision macht handlungsfähig.

00:17:44: Vielleicht sitzt dieser Mann eines Abends mit seiner neuen Partnerin am Tisch.

00:17:49: Sie fragt vorsichtig, warum er schon wieder eine größere Summe überwiesen hat?

00:17:54: Er reagiert gereizt!

00:17:56: Das verstehst du nicht.

00:17:58: Vielleicht stimmt das sogar teilweise – sie kennt nicht die ganze Geschichte.

00:18:03: aber vielleicht sieht sie etwas anderes als sehr genau dass dieser Mann jedes Mal schlechter gelaunt ist nachdem er geholfen hat.

00:18:11: Sie fragt nach ihm und genau das verwechselt er mit Kontrolle.

00:18:19: Dabei könnte genau diese Frage der Anfang von Freiheit sein, warum mache ich das?

00:18:25: Nicht darf ich dass?

00:18:27: Natürlich darfst du!

00:18:29: Es ist dein Geld, dein Leben deine Geschichte.

00:18:32: aber Freiheit besteht nicht darin alles tun zu dürfen.

00:18:35: Freiheit besteht darin zu wissen warum man es tut Und genau da wird es bei vielen Zahlungen unklar.

00:18:43: Er sagt, ich will helfen.

00:18:46: Vielleicht stimmt das!

00:18:48: Aber darunter sitzt manchmal... Ich will gebraucht werden.

00:18:52: Ich will nicht als Geizig gelten.

00:18:54: Ich wil'nicht der schlechte Vater sein.

00:18:56: Ich'll nicht erleben dass niemand mehr anruft.

00:18:59: Ich Will Nicht Sehen wie wenig andere sich für mich interessieren wenn ich nicht nützlich bin.

00:19:05: Das muss man erst einmal aushelfen Denn es kratzt am Ego.

00:19:10: Der Mann, der sich selbst als Souverän erlebt entdeckt plötzlich Ich bin gar nicht so unabhängig wie ich dachte.

00:19:18: Ich bin abhängig vom Echo Nicht vom Geld Vom Echo Vom Danke Vom Blick Vom Tonfall Von der kleinen Bestätigung Dass ich noch zähle.

00:19:28: Das ist menschlich Aber es sollte nicht heimlich reagieren Denn was heimlig regiert wird selten klug.

00:19:37: Es wird nur stärker.

00:19:38: Die Alternative ist, dem ganzen Sprache zu geben.

00:19:42: Nicht sentimental, nicht ausufernd, nicht mit einem dreistunden Familiengespräch bei dem nach zwanzig Minuten alle auf die Uhr schauen und einer fragt ob noch Kartoffelsalat da ist.

00:19:53: Es reicht kleiner.

00:19:55: Ich merke dass ich oft schnell helfe und mich danach ärgere.

00:19:59: Das will ich ändern!

00:20:01: Das ist ein starker Satz Oder?

00:20:05: Ich möchte nicht mehr automatisch zahlen, nur weil ich es kann.

00:20:09: Auch stark!

00:20:11: Oder?

00:20:12: Ich helfe gern aber ich möchte nicht nur in dieser Rolle vorkommen.

00:20:17: Das ist vielleicht der wichtigste Satz Denn er macht deutlich Es geht nicht um die Summe Es geht um die Rolle.

00:20:24: Der Mann muss nicht zum gefühlsbetonten Dauerredner werden Um aus der Zahlstellenfalle herauszukommen.

00:20:31: Er muss nur aufhören seine Kränkung über Geld abzuwickeln Nicht mehr beleidigt zahlen, nicht mehr großzügig wirken und innerlich abrechnen.

00:20:39: Nicht mehr lässig tun und heimlich auf Dank warten!

00:20:42: Nicht mehr den starken Mann spielen während ihnen etwas fragt, komme ich eigentlich noch vor?

00:20:48: Manchmal hilft dafür eine einfache Regel – keine Zahlung bei der du schon vor dem Absenden wütend wirst.

00:20:55: Wenn du vor dem absenden schon denkst die melden sich auch nur wenn sie etwas brauchen dann ist nicht die Überweisung das Problem Dann ist das Schweigen davor, das Problem.

00:21:06: Dann musst du nicht schneller zahlen – dann musst du langsamer werden!

00:21:10: Vielleicht antwortest Du ich melde mich morgen dazu.

00:21:14: Vielleicht gehst Du eine Runde?

00:21:16: Nicht weil Spaziergänge alle Lebensprobleme lösen, sonst wären deutsche Kurparks voller erleuchteter Männer.

00:21:22: Sind sie nicht.

00:21:24: Aber bei Bewegung manchmal verhindert dass der alte Reflex übernimmt.

00:21:28: Der Reflex sagt Überweisen, Ruhe herstellen, Rolle

00:21:31: sichern.".

00:21:32: Der erwachsene Mann sagt erst prüfen, dann entscheiden.

00:21:36: Das ist Würde – nicht die große Pose, die kleine Unterbrechung!

00:21:41: Und vielleicht ist das die unbequemste Erkenntnis dieser Folge?

00:21:45: Wer nicht mehr nur Zahlstelle sein will muss selbst aufhören sich wie eine zu verhalten.

00:21:51: Das is der Teil an dem es ernst wird Denn es ist leichter den anderen Selbstverständlichkeit vorzuwerfen Als die eigene Automatik zu unterbrechen.

00:22:02: Es ist leichter, über fehlende Dankbarkeit zu sprechen als über die eigene Angst nicht mehr wichtig zu sein!

00:22:09: Aber leichter heißt nicht besser.

00:22:11: Besser wäre?

00:22:13: Langsamer werden – Nicht sofort reagieren Die innere Buchhaltung bemerken Den Reflex erkennen und dann entscheiden Nicht als Opfer, nicht als beleidigter alter Versorger Sondern als Mann der wieder die Verantwortung für sich übernimmt.

00:22:28: Vielleicht beginnt es beim nächsten Mal genau in dem Moment, in dem du sonst automatisch überwiesen hättest.

00:22:35: Du liest die Nachricht – du merkst den alten Impuls!

00:22:39: Du merkst auch den kleinen Ärger und statt sofort zu reagieren hältst du inne nicht lange.

00:22:45: nur ehrliche Will ich das?

00:22:47: Kann ich das freigeben oder versuche ich gerade mich selbst beruhigen?

00:22:53: Wenn die Antwort klar ist handle?

00:22:56: wenn sie nicht klar ist warte.

00:22:59: Ein Mann darf warten.

00:23:00: Nicht alles muss sofort erledigt werden, manches muss erst verstanden werden!

00:23:05: Vielleicht ist das der Satz nach dieser Folge?

00:23:08: Ich überweise nicht um zu sein – ich entscheide und dann bin ich wieder bei mir.

00:23:16: Ich überweise also bin

00:23:17: ich.".

00:23:19: Das war lange genug.

00:23:21: Wenn dir diese Gedanken etwas mitgegeben haben freue ich mich wenn du Silver Love Coaching was von Manne übrig bleibt weiter begleitest Abonnierst oder bewertest, hoffentlich positiv und vielleicht gibt es einen Mann dem du diese Folge schicken möchtest.

00:23:36: Vielleicht erkennt er sich darin wieder?

00:23:38: Vielleicht genau zur richtigen Zeit!

00:23:42: Ich bin Fina Engels und ich freue mich auf nächsten Sonntag ab acht Uhr dreißig mit der nächsten Folge.