Nähe wollen, aber Abstand halten: Warum ein zweites Treffen plötzlich schwierig wird
Shownotes
In dieser Folge geht es um:
den Moment nach einem schönen Abend, warum Verführung bestätigt, Nähe aber verändert, warum ein zweites Treffen manchmal mehr auslöst als der ganze Abend davor. Rückzug, der vernünftig klingt. Alte Schutzmechanismen im späteren Leben. Die Frage, ob Freiheit manchmal nur gut organisierte Unerreichbarkeit ist. Werbung arum Nähe nicht mit großen Gefühlen beginnen muss, sondern manchmal mit einem einfachen Termin in der nächsten Woche.
Kernsatz der Folge:
Wer lange genug sucht, findet an jedem Menschen einen Grund, allein zu bleiben.
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00:00:02: Nähe wollen, aber bitte nicht zu viel davon.
00:00:06: Nach der Verführung kommt nicht automatisch die Liebe.
00:00:09: Manchmal kommt es einmal Panik!
00:00:12: Nicht dramatisch, nicht mit Blaulicht eher leise – innerlich gut getarnt als Terminkalender von nun schlechter Erfahrung oder plötzlich sehr wichtiger Zahnarztermin.
00:00:23: Da war ein Abend, ein Gespräch und einen Blick Vielleicht ein Kompliment, das länger hängen blieb als man zugeben wollte.
00:00:30: Vielleicht diese kleine Bewegung im eigenen Körper die sagt – Moment!
00:00:35: Ich bin ja noch da und dann wird es gefährlich.
00:00:40: Nicht weil etwas Schlimmes passiert ist sondern weil etwas möglich geworden ist.
00:00:45: Vorführung ist noch überschaubar.
00:00:47: Ein Moment, ein Spiel, ein bisschen Glanz, ein kurzer Auftritt in besserer Haltung.
00:00:52: Man zieht ein ordentliches Hemd an, spricht wacher hört genauer hin vielleicht sogar mit diesem Gesichtsausdruck den man früher öfter hatte und der in den letzten Jahren etwas im Archiv verschwunden war.
00:01:04: Verführung bestätigt nähe verändert.
00:01:08: Verfführung sagt du wirst noch gesehen.
00:01:11: Nähe fragt lässt du jemanden wirklich in dein Leben?
00:01:15: Und genau dort wird es interessant Nicht romantisch interessant, Romantik ist meistens der bequeme Teil.
00:01:22: Da kann man Musik drunter legen ein Glas Wein dazustellen und sagen ach wie schön!
00:01:28: Nähe ist weniger dekorativ.
00:01:30: Nähe sitzt am nächsten Morgen immer noch da.
00:01:33: Näher fragt ob man gut geschlafen hat?
00:01:35: Nähe merkt wenn man ausweicht.
00:01:38: Nähe sieht die alten Gewohnheiten, die gepflegte Ordnung.
00:01:41: Die kleinen Rückzüge und die Art wie jemand plötzlich sehr beschäftigt wird sobald es verbindlich werden
00:01:47: könnte.".
00:01:49: Ein Mann kann sich geschmeichelt fühlen wenn eine Frau ihn interessant findet.
00:01:53: Er kann aufmerksam sein, charmant, witzig sogar großzügig!
00:01:56: Er kann ein Restaurant aussuchen nach einem noch einen Espresso bestellen und am Ende sagen Das war wirklich schön Und er meint das auch so.
00:02:06: Dann schreibt sie am nächsten Tag.
00:02:09: Ich fand es auch schön, wollen wir uns nächste Woche wiedersehen?
00:02:13: Und jetzt beginnt nicht unbedingt die Liebesgeschichte!
00:02:17: Jetzt beginnt häufig die Verwaltung.
00:02:19: Nächste Woche ist schwierig.
00:02:21: Montag ist ohnehin kein guter Tag, Dienstag ist Einkauf.
00:02:25: Mittwoch könnte der Handwerker kommen vielleicht auch nicht aber man muss ja vorbereitet sein.
00:02:30: Donnerstag wäre theoretisch frei Aber genau das ist ja der Punkt.
00:02:34: Freie ist frei!
00:02:35: Freitag wäre möglich, aber freitag wirkt schon wieder so absichtlich.
00:02:40: Samstag ist gefährlich weil Samstag nach Abend klingt und Sonntag ist sowieso ein Tag an dem man nichts anfassen sollte.
00:02:46: was Gefühle hat.
00:02:48: Er will sie widersehen, aber bitte ohne Verschiebung im eigenen Lebensentwurf.
00:02:54: er will nähe, aber nicht so dass die anfängt Platz zu beanspruchen.
00:02:58: Das is der Widerspruch.
00:03:00: Nicht Er will keine Frau, nicht er ist bindungsunfähig.
00:03:05: Nicht er isst gefühlskalt!
00:03:07: Das wäre zu einfach.
00:03:09: Der genaure Satz lautet – er möchte nähe so lang sie seine Ordnung nicht infrage stellt.
00:03:16: Und diese Ordnung ist nicht nur äußerlich.
00:03:18: Natürlich gibt es Routinen Die Zeitung der Kaffee, der Einkauf des Platz auf dem Sofa die Art abends nicht mehr reden zu müssen.
00:03:26: Aber darunter liegt eine zweite Ordnung.
00:03:30: Man hat sich eingerichtet mit Enttäuschungen, mit Verlusten, mit alten Geschichten.
00:03:34: Mit Kränkungen die man nicht mehr erwähnt und der Gewohnheit über vieles nicht zu sprechen.
00:03:41: Das ist keine Kleinigkeit!
00:03:43: Wer mit dreißig jemandem kennenlernt, hat vielleicht noch das Gefühl, dass Leben kann sich ruhig ändern?
00:03:49: Wer mit sechszig, fünfundsechzig oder siebzig jemandem kennengelernt fragt oft schneller – was kostet mich
00:03:55: das?!
00:03:56: Nicht unbedingt Geld, sondern Energieanpassung, Offenheit, Alltag, Nerven.
00:04:01: Muss ich wieder erklären wer ich bin?
00:04:04: Muss ich über meine Ehe sprechen?
00:04:05: Über meine Kinder?
00:04:06: Über meiner Einsamkeit?
00:04:07: Über das was nicht gelungen ist?
00:04:10: muss jemand sehen wie ich wirklich lebe wenn keiner hinschaut?
00:04:14: Nähe macht die Fassade durchlässig!
00:04:17: Das ist nicht immer angenehm.
00:04:20: Verführung kann man inszenieren.
00:04:22: Nähe nicht dauerhaft.
00:04:24: Irgendwann fällt etwas auf Dass man ausweicht, dass man müde wird sobald es ernst wird.
00:04:30: Dass man Witze macht wenn es persönlich wird.
00:04:33: Das man plötzlich sehr sachlich wird wenn jemand eine einfache Frage stellt Was wünschst du dir eigentlich?
00:04:41: Das ist eine kleine Frage mit großem Sprengstoff.
00:04:44: Auf solche Fragen antwortet man gern vernünftig.
00:04:47: Ach ich bin ganz zufrieden Ich brauche nicht mehr viel.
00:04:52: Man muss ja auch realistisch bleiben.
00:04:54: In diesem Alter ist das alles nicht mehr so einfach.
00:04:58: Das klingt abgeklärt!
00:05:00: Manchmal ist es aber nur eine elegante Form des Rückzugs, denn Attraktivität kann man zeigen – Nähe muss man aushalten.
00:05:09: Attraktivityt sagt schau mich an, nähe sagt bleib auch wenn ich nicht glänze.
00:05:15: und da beginnt die eigentliche Prüfung.
00:05:18: Nicht beim ersten Treffen, nicht beim charmanten Gespräch.
00:05:21: Nicht bei der Frage ob man noch Komplimente machen kann ohne dabei wie ein schlecht gelagerte Alleinunterhalter zu wirken.
00:05:28: Die Prüfung beginnt später Beim zweiten Treffen beim dritten Telefonat bei der frage ob man am Wochenende etwas zusammen macht Bei dem moment in dem aus mal sehen Ein ja oder nein werden müsste.
00:05:42: Dann kommt dieses aber Sehr nette Frau, aber zu weit weg.
00:05:47: Sehr netto Frau – Aber zu viel näher!
00:05:50: Sehr netta Frau – aber nicht ganz passend.
00:05:53: Irgendetwas findet sich.
00:05:55: Wer lange genug sucht, findet in jedem Menschen einen Grund allein zu bleiben.
00:06:01: Natürlich gibt es echte Gründe vorsichtig zu sein.
00:06:04: Nicht jede Begegnung passt Nicht jeder Mensch tut gut Nicht aus jedem schönen Abend muss eine Geschichte werden.
00:06:10: Aber manchmal ist das Problem nicht die Frau Manchmal ist das Problem die Vorstellung, dass ein anderer Mensch wirklich vorkommen könnte.
00:06:18: Nicht als angenehme Ergänzung nicht als kleine Bestätigung, nicht als gelegentliche Gesellschaft bei gutem Essen sondern wirklich mit eigener Rhythmus, eigener Meinung, eigenem Leben und eigenem Anspruch.
00:06:30: Nähe bedeutet nicht ab sofort alles gemeinsam zu machen.
00:06:34: Näher bedeutet ein anderer Menschen bekommt Bedeutung!
00:06:38: und Bedeutung verändert etwas.
00:06:40: Man kann da nicht mehr völlig folgenlos verschwinden, man kann nicht jedes Gespräch auf später vertagen – man kann sich nur dann auftauchen wenn man gerade in guter Verfassung ist!
00:06:51: Man kann nicht näher genießen und Verbindlichkeit grundsätzlich an den Gardrobenhaken hängen.
00:06:57: Irgendwann merkt der andere das, und meistens merkt man es selbst noch
00:07:01: früher.".
00:07:02: Dann kommt diese innere Gegenbewegung Es war schön, aber jetzt reicht es auch wieder.
00:07:08: Man muss ja nichts überstürzen!
00:07:10: Man will sich nicht einengen lassen und hat schließlich ein eigenes Leben.
00:07:14: Man ist kein Teenager mehr – alles richtig.
00:07:18: Nur die Frage bleibt?
00:07:19: Ist das Freiheit oder ist es eine gut eingerichtete Unerreichbarkeit?
00:07:25: Das ist eine unangenehme Frage denn Freiheit klingt würdig, Unerreichbarkeit klingt nach Kellerraum.
00:07:32: Ein Mann, der allein leben kann ist nicht automatisch frei.
00:07:36: Er kann auch nur sehr geübt darin sein, niemanden mehr an sich heranzulassen.
00:07:41: und ein Mann, den Nähe sucht, ist nicht automatically abhängig!
00:07:45: Er kann einfach begriffen haben dass Selbstständigkeit und Beziehung kein Widerspruch sein müssen.
00:07:50: Das ist im Alter vielleicht eine der wichtigsten Unterscheidungen.
00:07:54: Will ich allein sein?
00:07:55: Weil es mir entspricht oder bin ich alleine weil ich jedes mal ausweiche sobald jemand wirklich näher kommt.
00:08:02: Das eine ist eine Entscheidung, das andere ist ein Muster.
00:08:07: Und Mustertan sich gern als Charakter!
00:08:10: Ich bin eben so – ich brauche meine Ruhe, ich bin nicht mehr kompromissbereit, ich habe meine Erfahrungen
00:08:17: gemacht.".
00:08:18: Ja hat man.
00:08:19: Aber Erfahrungen sind kein Freifahrtschein für emotionale Abriegelung.
00:08:24: Sie erklären manches die rechtfertigen Nicht-Alles.
00:08:27: Eine schlechte Ehe kann vorsichtig machen.
00:08:29: Eine enttäuschende Beziehung kann misstrauisch machen, ein Verlust kann verschließen.
00:08:36: eine lange Phase des Alleinseins kann unbeweglich machen.
00:08:40: aber irgendwann steht man vor der Frage will ich wirklich dass meine Vergangenheit darüber entscheidet wie nah mir noch jemand kommen darf?
00:08:48: Hier wird es ernst nicht schwer nicht pathetisch aber Ernst denn es gibt einen Punkt an dem Schutz zur Gewohnheit wird.
00:08:56: Am Anfang schützt man sich vor Verletzung, später schützt man sich für jeder Bewegung.
00:09:01: Dann ist nicht mehr die Gefahr das Problem sondern die Veränderungen!
00:09:05: Ein Anruf wird zu viel – ein Vorschlag wird verbindlich eine Einladung wird zur Prüfung Eine Nachfrage wird als Eingriff empfinden Warum meldest du dich eigentlich so selten?
00:09:17: Das kann eine berechtigte Frage sein.
00:09:19: Für jemanden der nähe dosieren will wie Blutdruck-Tabletten klingt sie allerdings sofort nach Bedrohung.
00:09:26: Dann wird erklärt, beschwichtig relativiert oder zurückgezogen und die andere Person fragt sich irgendwann bin ich hier eigentlich gemeint?
00:09:36: Oder bin ich nur angenehm sobald ich keine Rolle spiele.
00:09:40: Das ist der Punkt an den Begegnungen Scheitern obwohl niemand etwas Böses wollte.
00:09:45: sie scheitern nicht an mangelnder Sympathie nicht an fehlendem Interesse nicht einmal an fehlender Anziehung.
00:09:51: Sie scheittern an der Schwelle zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit.
00:09:55: Möglichkeit ist wunderbar, Wirklichkeit ist anspruchsvoll.
00:09:59: Möglichkeit kann man abends auf dem Heinweg genießen.
00:10:02: Wirklichheit fragt am Mittwoch ob man sich am Samstag sieht.
00:10:07: Möglichkeit macht Jünger.
00:10:08: Wirklichkeit macht verbindlich und Verbindlichkeit ist für manchen nicht deshalb schwierig weil sie keine Nähe wollen sondern weil die Nähe immer noch mit Verlust verwechseln.
00:10:20: Verluste von Freiheit!
00:10:21: Von Ruhe!
00:10:21: Von Kontrolle!
00:10:23: Verluster des eigenen Tags.
00:10:25: Aber gute Nähe nimmt nicht automatisch Freiheit weg.
00:10:29: Sie prüft nur, ob die Freiheit lebendig ist oder starg geworden.
00:10:33: Gerade bei Männern, die im Leben viel entschieden haben – die Verantwortung getragen, haben sie gewohnt waren Kontrolle zu behalten, die beruflich funktionierten während sie privat vieles eher mitlaufen ließen!
00:10:46: In der Arbeit waren Nähe oft nicht nötig.
00:10:48: Kompetenzreichte, Leistung reichte, Positionen reichte ein klarer Satzreichte.
00:10:54: Man musste nicht dauernd sagen was man fühlt!
00:10:57: Man musste liefern.
00:10:59: Das kann lange funktionieren.
00:11:02: Aber Beziehungen funktioniert nicht wie ein Vorstandstermin.
00:11:06: Man kann Nähe nicht delegieren Man kann sie nicht outsourcen, man kann sie auch nicht mit einer guten Powerpoint-Präsentation ersetzen.
00:11:13: Obwohl einige es vermutlich versucht haben.
00:11:17: Nähe braucht Anwesenheit!
00:11:18: Nicht ständig, nicht klebrig, nicht rund um die Uhr aber echt.
00:11:22: und echt heißt ich bin nur... Ich bin nicht nur da wenn ich souverän wirke.
00:11:28: Ich bin auch da wenn mich unsicher bin Wenn ich nicht genau weiß, was ich will.
00:11:33: Wenn ich Angst bekomme, wenn ich merke dass mich etwas berührt hat.
00:11:38: Wenn Ich lieber einen Witz machen würde aber eigentlich etwas sagen müsste.
00:11:43: Das ist für viele kein vertrautes Terror.
00:11:46: Deshalb ist die Frage nach Nähem Alter so interessant.
00:11:49: Sie ist nicht kleiner geworden sie ist genauer geworden.
00:11:52: Mit fünfundzwanzig kann man Nähe manchmal mit Aufregung verwechseln Mit vierzig mit Familie und Funktionen.
00:11:58: mit sechzig bleibt weniger Tarnung.
00:12:01: Dann zeigt sich, kann ich überhaupt noch Beziehung wenn niemand mehr muss?
00:12:06: Die Kinder sind groß der Beruf trägt nicht mehr alles die Ehe ist vorbei oder leer geworden.
00:12:10: Oder schon lange Geschichte!
00:12:13: Der Alltag ist eingerichtet und dann steht da jemand nicht als Pflicht, nicht als Projekt, nicht as Versorgungsgemeinschaft sondern als Möglichkeit.
00:12:22: Und plötzlich geht es nicht mehr um die Frage ob man jemanden braucht Sondern ob man Jemanden zulassen will.
00:12:30: Das ist eine erwachsene Frage und sie verdient eine ehrliche Antwort.
00:12:35: Nicht jeder will noch eine neue Beziehung, das ist in Ordnung!
00:12:38: Nicht jeder muss sich öffnen, nicht jeder muss suchen, nicht jede muss auf Datingportalen herumirren und sich durch Profile klicken als würde man eine Ferienwohnung mit komplizierter Stornierungsregelungen buchen.
00:12:50: Allein sein kann gut sein – ruhig klar selbstbestimmt.
00:12:55: aber es sollte ein gewähltes Alleinsein Nicht eines, das aus lauter Ausreden entstanden ist.
00:13:01: Denn das merkt man irgendwann!
00:13:04: Man merkt ob die Ruhe Frieden ist oder nur Geräuschlosigkeit.
00:13:08: Man mergt ob das eigene Leben weit genug ist und nur störungsfrei.
00:13:12: Man Merkt ob man wirklich zufrieden ist und nicht mehr gefragt werden will.
00:13:17: Und manchmal merkt es erst wenn jemand auftaucht der einem gefällt.
00:13:24: Nicht die Einsamkeit deckt alles auf sondern die Möglichkeit.
00:13:28: Solange niemand kommt, kann man sich viel erzählen.
00:13:32: Ich bin zufrieden!
00:13:34: Es ergibt sich eben nichts.
00:13:36: Die passenden Frauen gibt es nicht.
00:13:38: In unserem Alter wird es schwierig.
00:13:41: Ich habe hohe Ansprüche.
00:13:43: mag sein Aber sobald jemand kommt der interessant ist freundlich klug warm eigenständig und halbwegs sortiert was in späteren Jahren ja bereits eine solide Grundausstattung ist Dann wird es ernst.
00:13:56: dann kann man nicht mehr sagen Es gibt niemanden.
00:13:59: Dann bläbt nur noch die Frage, was mache ich wenn es jemand gibt?
00:14:03: Und genaue Draht rennt sich Sehnsucht von Bereitschaft.
00:14:06: Sehmsucht kann man haben ohne etwas zu ändern.
00:14:09: Bereitshaft verändert Verhalten.
00:14:11: Sehhnsucht sagt, es wäre schön jemandem zu haben.
00:14:14: Bereitschaft sagt Ich rufe an!
00:14:18: Sehhmsucht sagt Ich vermisse Nähe.
00:14:20: Bereidenschaft sagt Ich halte ein zweites Treffen aus.
00:14:24: Sehnsucht sagt, ich wäre gern nicht allein.
00:14:27: Bereitschaft sagt, Ich zeige mich bevor ich perfekt sortiert bin.
00:14:31: Das ist der kleine aber entscheidende Unterschied Und es ist unbequem Denn dann kann man nicht mehr nur über die anderen sprechen Nicht über die schwierigen Frauen Nicht über Online-Dating Nicht über frühere Enttäuschungen Nicht über Tatsache das heute ja ohnehin alles anders ist.
00:14:49: Dann muss man sich selbst fragen Wann wird es mir zu nah?
00:14:54: Beim zweiten Treffen, beim ersten Wochenende.
00:14:57: Bei der Frage ob man zusammen wegfährt bei der Nachricht am Morgen.
00:15:02: Beim Gedanken jemand könnte wissen wollen wie mein Alltag wirklich aussieht.
00:15:06: Beim Satz ich würde dich gern besser kennenlernen Das klingt harmlos ist das aber nicht.
00:15:12: Ich würde dich gerne besser kennen lernen heißt die Fassade reicht mir nicht.
00:15:17: und dann stellt sich die frage ob dahinter noch jemand erreichbar ist.
00:15:21: Nicht verfügbar für alles, nicht bereit für jede Erwartung, nicht romantisch entgrenzt.
00:15:26: Aber erreichbar!
00:15:27: Das ist vielleicht eines der schönsten Wörter für spätere Liebe – erreich- bar.
00:15:32: Nicht dauernd online, nicht ständig verfügbar an und nicht angepasst.
00:15:36: Ereichbar im Sinne von….
00:15:39: Da isst jemand, der antwortet, der nicht bei jeder inneren Bewegung die Rolle hinunterlässt.
00:15:44: Der sagen kann … das macht mir gerade Angst oder ich brauche etwas
00:15:49: Zeit.".
00:15:50: Oder ich mag dich, aber ich bin langsam.
00:15:53: Das wäre ehrlich!
00:15:54: Viel ehrlicher als schweigen, viel klarer als ausweichen, viel erwachsener als dieses halbherzige Verschwinden.
00:16:01: das dann, als ich wollte Dich nicht verletzen verkauft wird.
00:16:05: Man kann jemanden sehr wohl verletzten indem man nichts entscheidet.
00:16:10: Auch Nicht-Entscheiden ist eine Botschaft und manchmal lautet sie Du warst schön für mein Selbstbild Aber zu nahe für mein Leben.
00:16:18: Das is bitter für beide, für den der wartet und für den, der sich selbst wieder einmal aus einer Möglichkeit heraus organisiert hat.
00:16:28: Darum geht es in dieser Folge nicht um die Aufforderung öffnen Sie doch mal!
00:16:34: Das wäre billig.
00:16:34: – Es geht um eine präzise Frage Sind sie wirklich nicht interessiert oder sind sie nur gut im Rückzug?
00:16:42: Das ist der Kern.
00:16:44: Und jetzt kommen ein paar Fragen, nicht als Übung mit Duftkerze eher als kleine Bestandsaufnahme ohne Publikum oder Ausrede.
00:16:51: Erstens – Wann wird Nähe für mich unangenehm?
00:16:56: Beim zweiten Treffen beim täglichen Kontakt bei körperlicher Nähe und der Frage nach Zukunft.
00:17:02: Zweitens – Was verteidige ich wenn ich mich zurückziehe?
00:17:07: Meine Freiheit, meine Ruhe, meine Kontrolle, mein Selbstbild oder die alte Entscheidung, mich noch einmal abhängig zu machen!
00:17:15: Drittens.
00:17:17: Welche Ausrede benutze ich besonders gern?
00:17:20: Keine Zeit, zu kompliziert, zu weit weg – nicht mein Typ gerade ungünstig?
00:17:26: Manchmal stimmt das!
00:17:27: Manchmal ist es nur der alte Fluchtmick mit neuer Beschilderung.
00:17:32: Viertens Was wäre näher in einer Form die mich nicht überrollt aber auch nicht folgenlos bleibt?
00:17:39: Vielleicht kein gemeinsamer Urlaub vielleicht keine sofortige Beziehungserklärungen Aber ein klares zweites Treffen Ein ehrlicher Satz, eine Antwort ein Vorschlag.
00:17:49: Einen Rhythmus der nicht nur aus Rückzug besteht.
00:17:52: Fünftens Bin ich bereit jemanden in mein Leben einzubauen ohne ihn vollständig zu kontrollieren?
00:18:00: Das ist vermutlich die schwierigste Frage!
00:18:02: Denn Menschen kommen nicht maßgefertigt.
00:18:05: Sie haben eigene Kalender, eigene Kinder, eigene Geschichten, eigene Müdigkeit, eigene Vorstellung von Nähe und sie bringen Bewegung mit.
00:18:14: Wenn Nähe will, muss Bewegung zulassen.
00:18:17: Nicht Chaos, nicht Selbstaufgabe, nicht Drawer – aber Bewegung!
00:18:22: Vielleicht ist das die eigentliche Verführung im späteren Leben?
00:18:26: Nicht dass jemand einen ansieht und denkt «interessant», sondern dass jemand kommt und das eigene Leben noch einmal in Bewegung bringt.
00:18:34: Nicht zerstörerisch, nicht jugendlich überdreht, nicht mit Rosenblättern auf dem Bett….
00:18:39: Das lassen wir bitte ….
00:18:40: Sondern schlicht….
00:18:42: Da isst jemand!
00:18:43: Und seitdem ist nicht mehr alles nur Routine.
00:18:47: Das kann Angst machen, es kann aber auch genau das sein was gefehlt hat!
00:18:53: Nicht als Rettung, nicht als Lösung – nicht als neues Lebensprojekt mit gemeinsamer Steuererklärung sondern als Gegenüber.
00:19:00: ein Mensch bei dem man nicht ständig glänzen muss.
00:19:03: Ein Mensch von dem man NICHT verschwindet.
00:19:06: Ein Menschen der bleibt auch wenn der Abend nicht perfekt war.
00:19:10: Näher entsteht nicht durch große Erklärungen.
00:19:13: Sie entsteht durch Wiederholung.
00:19:15: Man sieht sich wieder, man meldet sich und fragt nach.
00:19:19: Man bleibt im Kontakt.
00:19:21: Man sagt wenn es zu schnell geht, auch wenn man sich freut.
00:19:25: Das klingt einfach!
00:19:27: Ist es aber nicht wenn man lange geübt hat alles mit sich selbst auszumachen?
00:19:32: Dann ist schon ein Satz wie Ich habe mich über deine Nachricht gefreut eine kleine Revolution Keine große keine Mitfahren eher eine Revolution im Mantel.
00:19:42: Aber immerhin Vielleicht beginnt Nähe genau dort.
00:19:45: Nicht mit dem großen Bekenntnis, nicht mit der Entscheidung fürs Leben!
00:19:49: Nicht mit der Frage ob man zusammenzieht was im Übrigen kein Beweis für Liebe ist sondern manchmal nur ein logistisches Risiko mit gemeinsamen Bad.
00:19:59: Nähe beginnt kleiner – Mit einem zweiten Kaffee?
00:20:01: Mit einer ehrlichen Antwort?
00:20:03: Mit dem Mut nicht sofort das Haar in der Suppe zu
00:20:05: suchen?!
00:20:06: Mit dem Satz Ich würde dich gern wiedersehen und dann nicht drei Wochen verschwinden Das wäre schon viel.
00:20:13: Vielleicht ist die entscheidende Frage im Alter also nicht nur, bin ich noch verführbar sondern?
00:20:19: Bin ich noch bereit aus einer schönen Begegnung mehr werden zu lassen als eine Erinnerung!
00:20:24: Man darf vorsichtig sein man darf langsam sein.
00:20:28: Man darf Grenzen haben.
00:20:29: Man kann allein leben und seine Ruhe lieben aber man sollte wissen ob man wirklich frei ist oder nur gut organisiert unerreichbar.
00:20:40: Denn manchmal beginnt Nähe nicht mit einem großen Gefühl, sondern mit der Zumutung nächste Woche wirklich Zeit zu haben.
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00:20:58: Das würde mich freuen Ihre Fine Engels.
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