Ich bin für viele wichtig. Aber für wen bin ich interessant?

Shownotes

Warum wichtig und interessant zwei völlig verschiedene Dinge sind. Weshalb Menschen sich an den Zuhörer und Problemlöser gewöhnen. Der stille Preis jahrzehntelanger Verantwortung. Warum Stärke manchmal unsichtbar macht. Weshalb Ehrlichkeit der erste Schritt zu echter Nähe sein kann. Eine persönliche Folge über ein Gefühl, das viele kennen.

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00:00:00: Manchmal denke ich, dass sich niemand für mich interessiert.

00:00:05: Es gibt Gedanken die spricht man nicht gern aus.

00:00:08: Nicht weil sie besonders dramatisch sind sondern weil man sich fast ein bisschen dafür schäbt.

00:00:13: Ich habe so einen Gedanken.

00:00:15: Manchmal denk ich, das sich niemand wirklich für mich interessant.

00:00:19: Das klingt härter als ich es meine aber ich möchte heute ehrlich sein!

00:00:24: Ich veröffentliche ihn Woche für Woche und dann schaue ich manchmal auf die Menschen, die mir nahestehen.

00:00:33: Freunde, Familie – Menschen mit denen ich seit Jahren durchs Leben gehe!

00:00:37: Und ich denke sieben Minuten nicht sieben Stunden, sieben Minuten um einmal hinein zu fahren, um zu verstehen was mich beschäftigt, was ich denke, was sich erzählen möchte.

00:00:50: und manchmal passiert genau das nicht.

00:00:54: Dann sitze ich da und frage mich Interessieren sich diese Menschen eigentlich überhaupt?

00:01:00: Oder will ich mir nur ein, dass sie sich für mich interessieren.

00:01:04: Das ist kein Vorwurf wirklich nicht!

00:01:06: Es ist ein Gedanke und wahrscheinlich kennen Sie ihn auch.

00:01:11: Vielleicht nicht wegen eines Podcasts vielleicht nicht wegen einem Buches aber irgendwann kommt dieser Moment.

00:01:16: Sie erzählen etwas das Ihnen wichtig ist und merken, dass das Gespräch schon wieder bei jemandem anderen gelandet ist.

00:01:23: Sie hören zu wie immer.

00:01:25: Sie fragen nach Wie immer.

00:01:28: Sie helfen, wie immer und irgendwann fällt Ihnen auf?

00:01:32: Wann hat sich eigentlich zuletzt jemand ehrlich für mich interessiert?

00:01:36: Nicht für meinen Rat!

00:01:38: Nicht für meine Erfahrung nicht für das was ich lösen kann sondern für mich.

00:01:44: Mir ist dabei noch etwas anderes klar geworden Vielleicht bin ich für viele Menschen wichtig aber offenbar nicht interessant.

00:01:52: Das ist ein schmerzhafter Unterschied und ich glaube viele Männer kennen genau dieses Gefühl.

00:01:58: Sie waren jahrzehntelang die Zuständigen der Vater, der Chef, der Unternehmer, der Arzt und Feuerwehrmann.

00:02:03: Derjenige, der Probleme löst, der funktioniert, der andere trägt – genau darin liegt vielleicht das Problem!

00:02:11: Menschen gewöhnen sich an Rollen.

00:02:13: Wenn sie immer zuhören wird zuhörn selbstverständlich.

00:02:16: wenn sie immer helfen Wird Hilfe selbstverständlich?

00:02:20: Wenn Sie sich selbst immer zurücknehmen, merken andere irgendwann gar nicht mehr dass da überhaupt noch jemand ist der ebenfalls gesehen werden möchte.

00:02:28: Nicht aus Bosheit, nicht einmal aus Gleichgültigkeit sondern weil wir Menschen erstaunlich schnell vergessen das auch der starke Aufmerksamkeit braucht Das auch der Zuhörer einmal erzählen möchte Dass auch der Löser manchmal jemanden braucht der einfach nur fragt und wie geht es dir eigentlich?

00:02:48: Vielleicht habe ich mein Leben lang genau das ausgestrahlt.

00:02:51: Ich komme schon klar, ich brauche nichts!

00:02:53: Ich kümmere mich!

00:02:55: Vielleicht glauben deshalb viele Menschen bis heute das Genau das immer noch stimmt?

00:03:00: Dabei stimmt es nicht!

00:03:02: Ich wünsche mir manchmal dass jemand fragt bevor ich etwas erzähle.

00:03:05: Dass jemand neugierig ist – nicht auf meine Leistung, nicht auf meinem Buch und nicht auf meinen Podcast sondern auch den Menschen dahinter.

00:03:13: Vielleicht kennen Sie diesen Wunsch?

00:03:14: Vielleicht haben sie ihn sich selbst nie

00:03:16: erlaubt?!

00:03:18: Weil Sie gelernt haben, dass andere wichtiger sind?

00:03:21: Weil sie gelernt haben das man sich nicht zumutet.

00:03:25: Dass man funktioniert, dass man dankbar sein soll?

00:03:28: Während ich diese Folge aufgenommen habe ist mir noch etwas klar geworden.

00:03:33: Vielleicht haben die Menschen über die ich gerade nachgedacht habe gar keine Ahnung wie wichtig mir das wäre.

00:03:39: vielleicht denken sie wirklich Ich komme schon klar!

00:03:42: Vielleicht warten sie sogar darauf, dass ich mich melde und vielleicht gilt es auch für sie.

00:03:49: Wir warten oft darauf gesehen zu werden, dabei könnte der erste Schritt auch darin bestehen sich selbst sichtbar zu machen.

00:03:56: Nicht laut nicht fordern sondern ehrlich vielleicht mit einem einfachen Satz Ich würde dir gerne etwas erzählen oder Es würde mich freuen wenn du mein Buch liest Oder es würde mir viel bedeuten wenn du dir meinen Podcast einmal anhörst.

00:04:13: Nicht weil wir Aufmerksamkeit verlangen, sondern weil Beziehungen nur funktionieren wenn nicht immer derselbe fragt der selbe zuhört und derselben trägt.

00:04:24: Vielleicht ist genau das der mutigste Satz dieser Folge.

00:04:27: Auch der der immer stark war möchte manchmal einfach nur interessant sein Und vielleicht nehmen sie aus dieser Folge nur einen einzigen Gedanken mit?

00:04:36: Nicht Warum interessiert sich niemand für mich Sondern habe ich den Menschen um sich herum?

00:04:45: Um mich herum vielleicht eigentlich jemals gezeigt, dass ich selbst auch Interesse brauche?

00:04:52: oder hab' ich sie jahrelang glauben lassen das ich immer derjenige bin, der gibt.

00:04:59: Vielleicht beginnt Veränderung genau dort nicht mit einem Vorwurf sondern mit Ehrlichkeit denn am Ende wünschen wir uns wahrscheinlich alle dasselbe!

00:05:08: Nicht bewundert zu werden und gebraucht zu werden sondern dass jemand sagt erzähl mal, ich möchte wissen wie es dir wirklich geht.

Kommentare (1)

Stefan Mann

Das denke ich auch hin und wieder. Gut hinterfragt.

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